Machu Picchu
- danielhessbolivien
- 28. Mai
- 3 Min. Lesezeit

Hallo an alle,
dieses Mal hat es mich im Urlaub in außerbolivianisches Gebiet verschlagen, nämlich nach Peru. Dort habe ich vergangene Woche zusammen mit einem Teil meiner Familie einige Orte angeschaut, von denen der beeindruckendste das sagenumwobene Machu Picchu war.

Wir fuhren aber nicht direkt bis dorthin, sondern wollten lieber wandernd dorthin gelangen. So begann ich zuerst in der Nähe von Cusco, der wohl schönsten Stadt Perus und der einstigen Hauptstadt der Inka, mit einer zweitägigen Bergwanderung. Der erste Tag war vergleichsweise harmlos, um sich an die Höhe zu gewöhnen: in einer kleinen Gruppe starteten wir auf ca. 3300 Metern Höhe und stiegen von dort noch weitere 400 Meter hinauf, um dort die Nacht in Zelten zu verbringen. Zum Glück wurde uns sehr gute Ausrüstung zum Zelten bereitgestellt, denn vor allem am nächsten Morgen waren die Zelte mit Reif bedeckt und die Luft war eiskalt!

Auf der anderen Seite war die Kühle auch ganz angenehm, denn so konnten wir nach der Nachtruhe die nächsten 700 Höhenmeter bis zum ersten Pass ziemlich schnell überwinden. Und oben auf 4400 Metern Höhe wurden wir mit einer wunderschönen Aussicht belohnt, die Fotos leider nicht so gut wiedergeben können, wie sie tatsächlich war. Dort hatten wir auch schon die Sicht auf das Ziel unseres Tages: die Stadt Ollantaytambo, die gewissermaßen der Sammelpunkt für alle Besucher von Machu Picchu ist.

Um dorthin zu gelangen mussten wir aber zuerst noch auf ca. derselben Höhe weiterlaufen und erst nach einem zweiten Pass auf 4500 Metern Höhe ging es wieder bergab. Das nächste Ziel war dann das Sonnentor von Ollantaytambo, wo wir unsere Lunchbox verspeisten. Von dort aus ging es dann nochmal in unter zwei Stunden 1100 Höhenmeter bergab, was die meisten unserer Gruppe in ihren Knieen zu spüren bekamen. Ich persönlich bin aber sehr froh, dass ich damit wie auch mit der Höhenluft erstaunlich gut zurecht gekommen bin.


Am nächsten Tag stand dann der eigentliche Inkatrail an: mit dem Zug fuhren wir von Ollantaytambo bis zum Startpunkt des Trails, einer alten Inkaanlage. Von dort aus ging es zunächst für einige Stunden stetig bergauf bis zu unserer Mittagspause bei einer weiteren Inkaanlage, bevor wir am frühen Nachmittag endlich den ersten Blick auf Machu Picchu hatten. Damit haben sich die Strapazen dieser drei Tage auf jeden Fall gelohnt!


Am vierten Tag unserer Wanderung stand dann die eigentliche Besichtigung von Machu Picchu an. Unser Guide der vergangenen drei Tage erklärte uns wirklich viel zu dieser Stadt, die wohl hauptsächlich zur Ausbildung hochrangiger Staatsdiener im Inkareich gedient hatte. Da die spanischen Eroberer nie hier gewesen waren und Machu Picchu erst im 20. Jahrhundert bekannt geworden ist, waren die Gebäude teils auch noch sehr gut erhalten, teils auch rekonstruiert.
Für den restlichen Tag hatten wir schon im Voraus die Besteigung des Berges Machu Picchu gebucht. Nach der Wanderung der letzten Tage wäre noch mehr Bergsteigen wirklich nicht nötig gewesen. Vor allem, da diese 700 Höhenmeter fast ausschließlich aus alten Inkastufen bestanden. Und egal, wie perfekt die Steine ihrer Tempel zurechtgehauen sind, für die Stufen zu diesem alten Wachturm auf der Spitze des Berges haben sie sich wahrlich wenig Mühe gegeben. Trotzdem bezwangen wir aber den Berg und hatten von dort oben noch einmal einen traumhaften Blick auf Machu Picchu und die ganze Umgebung.


Alles in allem waren es vier keineswegs erholsame Tage - und das nicht nur aufgrund der Tatsache, dass wir jeweils schon vor sechs Uhr aufstehen mussten - aber die Bilder bezeugen, dass es wirklich ein sehr besonderer Ort ist, für den sich die Mühe gelohnt hat!





Eine wirklich sehr schöne Aussicht! Die Bilder können sicherlich nicht gänzlich die Realität widerspiegeln, aber ich finde, dass sie einen guten Eindruck bieten!👍
Viele fleißige Bergsteiger!!!🤩