Patronatsfest in Guanay
- danielhessbolivien
- 10. Okt. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 15. Okt. 2025
Hallo an alle!
Bitte entschuldigt, dass ihr so lange nichts von mir gehört habt! Meine ersten Wochen hier in Bolivien waren sehr voll, sodass ich jetzt erst dazukomme, euch zu berichten. Dafür hat sich entsprechend viel angesammelt:
Als ich um 23:30 Uhr mit dem Flugzeug ankam, blieben wir nicht, wie ich gedacht hatte, erst noch für eine Nacht in La Paz, sondern haben gleich noch die gut zweieinhalb Stunden lange Fahrt nach Coroico hinter uns gebracht. Aber auch dort blieben wir nicht lange: Gleich an meinem dritten vollen Tag in Südamerika ging es für uns nach Guanay, eine der neun anderen Pfarreien der Diözese. Die Stadt dürfte etwas größer sein als Coroico und liegt im Tiefland. Dort wurde am 07.09. eine große Feier abgehalten, denn die Kirche ist der „Nuestra Señora de la Natividad“ geweiht und hat also am Fest Maria Geburt ihr Patrozinium.

Ich durfte hier erstmals miterleben, wie ein kirchliches Fest die ganze Stadt prägt: die Pfarrei hatte bereits neun Tage lang eine Novene gebetet, zu der die Kirche jeweils bis hinten voll war. Am Sonntag gab es dann eine festliche Messe und anschließend eine Prozession durch die Stadt. Einige Straßenblöcke weiter wurde dann die Señora de la Natividad abgestellt, damit die Menschen tagsüber zum Beten kommen konnten. Um 15 Uhr ging es dann wieder in einem großen Bogen zur Kirche zurück, bei dem an vielen Stellen Halt gemacht wurde, um für verschiedene Gruppen der Stadt zu beten.


Auch am Abend gab es Programm: viele verschiedene Tanzgruppen kamen, um auf der Straße vor der Kirche zu Ehren der Gottesmutter zu tanzen. Für mich, der ich bisher nur Paartänze kannte, war diese Art der Tänze völlig neu. Genauso auch die hohe Symbolik, die die Tänze haben. Die meisten von ihnen sind nämlich traditionelle Tänze von bestimmten Berufsgruppen!





Am nächsten Tag, dem eigentlichen Festtag, gab es dann erneut eine feierliche Messe mit kurzer Prozession um den Stadtplatz herum. Alles in allem also sehr volles Programm!





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